Das Amulett der Zauberin - Patricia Coughlin

19. Februar 2012

Titel: Das Amulett der Zauberin
Autor: Patricia Coughlin
Reihe: Einzelband
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Knaur
Veröffentlichung: 04.10.2011
ISBN: 3426509180
Preis: 9,99 €



Inhalt

Seit Eve Lockhart in ihrer Jugend ein Liebeszauber missglückt ist, hat sie der Magie abgeschworen - und der Liebe gleich mit. Doch als sie auf einer Auktion einen seltenen Anhänger erblickt, spürt sie ihre magischen Kräfte erwachen. Eve will das Schmuckstück um jeden Preis besitzen, genauso wie der geheimnisvolle Gabriel Hazard, der sie gegen ihren Willen mit seinen durchdringenden Blicken betört. Beide ahnen nicht, dass der Anhänger dunklen Mächten Tür und Tor öffnen kann und sie bereits in höchster Gefahr schweben...

Meine Meinung

Trotz vieler positiver Rezensionen, konnte mich das Buch persönlich nicht wirklich packen. Die Geschichte ist, abgesehen des Prologs,  in der Erzählperspektive geschrieben, was nach den ganzen Büchern mit „Ich-Perspektive“, die ich in letzter Zeit gelesen habe, mal ne schöne Abwechslung war. Leider wurden viele Szenen zu langatmig und detailreich beschrieben, außerdem fehlte es mir teilweise sehr an wörtlicher Rede.

Die Handlung selbst war leider auch nicht sehr mitreißend oder gar spannend. Das Augenmerk wurde viel zu stark auf Eve gerichtet. Auf ihren Alltag, ihre Vergangenheit, ihre Gefühle und vor allem auf den Brand von vor 20 Jahren, an dem sie sich die Schuld gibt. Durch diese ganzen Beschreibungen ihres Lebens, rückt die Handlung selbst eher in den Hintergrund. Zudem hätte man die Story auch ohne den Fantasy Aspekt schreiben können, da diesem von der Autorin ohnehin nicht allzu viel Beachtung geschenkt wird.

Die Protagonistin Eve konnte mich auch nicht wirklich überzeugen.
Einerseits ist sie eine starke Frau, eine spitzen Reporterin, die der Wahrheit immer auf den Grund gehen will, sie ist einfallsreich, fürsorglich und verantwortungsbewusst.
Andererseits fehlt es ihr häufig an Selbstvertrauen, sie ist wankelmütig und schafft es einfach nicht über den Unfall aus ihrer Kindheit hinwegzukommen oder sich überhaupt mal zu informieren was in der Nacht wirklich vorgefallen ist. Sie verleugnet ihre Magie all die Jahre obwohl sie als junges Mädchen wahnsinnig stolz darauf war eine Zauberin zu sein und unbedingt alles über Magie erfahren wollte. Ich muss sagen, ich hatte in bestimmten Situationen das Gefühl, dass ich es hier mit einem jungen, unsicheren Teenager zu tun hatte, anstatt mit einer Frau Mitte Dreißig.

Da sich das ganze Buch hauptsächlich um Eve dreht, kommen andere Personen leider zu kurz, wie zum Beispiel Gran oder ihre Nicht Rory.
Einzig auf Hazards Charakter ist die Autorin ausreichend eingegangen. Er konnte mich mit seiner altmodischen, ritterlichen Art wesentlich mehr für sich einnehmen, als Eve.

Die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Eve und Hazard hat mir gut gefallen und konnte mich wenigstens ein bisschen für die,  in den Hintergrund gerückte, Handlung entschädigen.

Alles in allem hat mir das Buch nicht sehr gefallen. Wer auf eine romantische Liebesgeschichte aus ist, mit gelegentlichen Magie Einschüben, kann hier durchaus zugreifen. Aber eine spannende, witzige und mitreißende Handlung kann man hier nicht erwarten.

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